Ausbau der Betreuungsplätze für unter Dreijährige

Laut einer Pressemitteilung des Familienministeriums geht der Ausbau der Betreuungsplätze voran. Von den Kosten von 12 Milliarden Euro hat der Bund ein Drittel übernommen und ausgezahlt, den Rest müssen die Länder und Kommunen zahlen. Der Beitrag der Länder an der Finanzierung ist oft noch unklar und die Kommunen schlagen Alarm, weil sie fürchten, dass sie auf den Kosten sitzen bleiben. Während sich 39 Prozent der Eltern von Kindern im Alter bis zu drei Jahren einen Betreuungsplatz wünschen, werden nur 23 Prozent der Kinder in dieser Altersgruppe in Kindertageseinrichtungen oder in der Kindertagespflege betreut. In den neuen Bundesländern liegt die Quote bei 48 Prozent, in den alten Bundesländern gerade bei 17,4 Prozent. Berlin hat angeblich gute Chance das Ziel zu erreichen, andere Länder sicher nicht. Kritiker wenden ein, dass eine Verbesserung der Quote oft dadurch erreicht wird, dass weniger Erzieher mehr Kinder betreuen. Die bestehenden Betreuungsschlüssel für Kitas werden von den Ländern festgelegt. Selbst wenn diese Schlüssel formell eingehalten werden, stehen real durch stressbedingte Krankheit und offene Stellen, für die es keine geeigneten Bewerber gibt, weniger Erzieher zu Verfügung. Schuld an dem Mangel an Fachkräften ist die schlechte Bezahlung und mangelnde soziale Anerkennung. Dazu ein Betrag aus der Morgenpost: Den Kitas gehen die Betreuer aus